Imam Chomeini – 27. Gedenktag seines Dahinscheidens

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Brief

Manuskript zu meinem heutigen Vortrag bei der Gedenkversanstaltung im Islamischen Zentrum Hamburg (04.06.2016). Motto der Veranstaltung war „Imam-Chomeini- Wiederbeleber der Offenbarungslehren“

Manuskript zu meinem heutigen Vortrag bei der Gedenkversanstaltung im Islamischen Zentrum Hamburg (04.06.2016). Motto der Veranstaltung war „Imam-Chomeini- Wiederbeleber der Offenbarungslehren“

Imam Chomeini, oder genauer Imamm Sayyed Ruhullah al Moussawi al Chomeini, möge seine reine Seele geheiligt sein, war ein tatsächlicher Beleber der Offenbarungslehren, ein Wiederbeleber, ein Erwecker, ein Eretter seiner Zeit, ein historischer Revolutionär. Er war aber auch ein Philosoph, ein Denker, ein Gelehrter, ein Politiker, ein Feldherr und vieles weitere mehr.

Er belebte den Islam und die Muslime, aber auch das Christentum und die Christen, und das Judentum und die Juden und auch die anderen Monotheisten. Das erkannte man vor allem an dem Diskurs, der nach der Revolution in der Welt über die Religionen geführt wurde und an der Neuentdeckung der Religion.

Er kam in einer Zeit der Dunkelheit mit göttlichem Licht. In einer Zeit, in der der Atheismus, der Materialismus, im Osten und im Westen das Denken und Handeln der Menschen und der Politik beherrschte. In dieser Zeit des kalten Krieges kam er bewaffnet nicht etwa mit Gewehren, Raketen, Panzern oder gar Atomwaffen, nein, er kam lediglich mit seinem Glauben an Gott, an das Jenseits und den Tag der Auferstehung, an die göttlichen Propheten, an die göttlichen Offenbarungen, an die göttliche Gerechtigkeit und eroberte die Herzen der Unterdrückten und Geschwächten, und lehrte mit seiner tiefen und reinen Spiritualität, mit seiner Gottesnähe und seinem unerschütterlichen Gottvertrauen den Feinden im Osten und Westen das Fürchten.

Wir können sagen, er war ein Mann, der Spiritualität belebte, er war aber auch ein Mann, der die spirituelle und gerechte Politik eines Imam Ali ibn Abi Talib, der Friede sei mit ihm, welche über Jahrhunderte in den Werken der Muslimen verboren war, wieder mit Wort und Tat ans Tageslicht führte und verbunden mit der Revolution ein islamisches Staatssystem errichtete. Ein System des wahren Islam, nicht des westlichen Islam des Säkularismus oder der Steinzeit, wie es heutzutage mit DAESH versucht wird.

Ich bin kein Zeitzeuge, ich selbst war 3 Jahre alt, als der Imam in die höchsten Stufen des Paradieses einkehrte. Aber dennoch kann ich sagen, dass ich durch ihn, also durch seine Schriften, seine Worte und Berichte von Zeitzeugen den wahren Islam der Liebe und Barmherzigkeit, aber auch den Islam der Stärke, des Selbstbewusstseins und der Revolution kennenlernte.

In meiner Jugend, also mit 15/16 Jahren, war es für mich fasznierend seine Aussprüche zu lesen und zu versuchen diese zu verinnerlichen. Wenn wir heute als Anhänger der Revolution hier im Westen z.B. von den USA als „Sheytan ul Akbar“ (Großer Satan) sprechen, dann werden wir allenfalls müde belächelt oder vielleicht noch als Fanatiker abgestempelt. Aber dieser Ausspruch ist eine Wahrheit, im wahrsten Sinne. Imam Chomeini sagte diese Parole auf Basis von Wissen, Erkenntnis und Weitsicht, und nicht aus Basis von Emotionen oder aus dem Bauch heraus.  Und heute sehen wir Tag für Tag wie dieser Ausspruch sich mehr und mehr bewahrheitet. Aber das ist nur ein kleiner Aspekt seiner Lehre.

Er war eine göttliche Persönlichkeit. Sein Name „Ruhullah“ (Geist Gottes) spiegelte sich in seinem gesamten Wirken wider.

Er war ein Mann des Fortschritts und der Weitsicht. Mit seinen 79 Jahren wusste er im Jahr 1979, dass er und seine Gefährten die meisten Früchte der Revolution nicht selbst ernten werden und nicht miterleben werden. Aber hierfür arbeitete er auch nicht, sondern er säte einen Baum dessen Früchte die nachfolgenden Generationen ernten sollten. Dies ist eines der wichtigsten Merkmale seiner Bewegung und einer der wichtigsten Merkmale für den Erfolg von Revolutionen im Allgemeinen.

Zum Abschluss möchte ich noch drei wesentliche Elemente seiner Lehre nennen:

  1. Die Einheit der Muslime, die islamische Einheit. Sein gesamter Einsatz galt dieser Einheit und heute sehen wir mehr denn je, wie wichtig diese Einheit ist.
  2. Die Erkenntnis und Kenntnis des wahren Feindes der Ummah und die Bennung dessen beim Namen. Er sagte klar und deutlich, wer der klare Feind der Ummah ist, und dass es auf der Welt keinen Konflikt zwischen den Religionen oder den einzelnen islamischen Rechtsschulen gibt, sondern dass es nur einen Konflikt zwischen Unterdrückern und Unterdrückten gibt, und dass die zentrale Frontlinie dieses Konfliktes in Palästina verläuft, und dass die Muslime die Palästinenser unterstützen sollen. Die Wichtigkeit dieses Aspekts sehen wir auch daran, dass sein Nachfolger, Imam Chamenei, in fast jeder Rede oder in sogar jeder seiner Reden hierüber spricht.
  3. Die Nachfolgeschaft Imam Chomeinis durch Imam Chamenei ist einer der größten Erfolge dieser Revolution. Denn Imam Chamenei hat die Revolution als solche nicht nur bewahrt, sondern sie in den Herzen der Menschen gefestigt und er hat sie weiterentwickelt. Imam Chamenei ist heute sogar schon länger Imam als Imam Chomeini selbst Imam war, aber er ist immer noch jünger als Imam Chomeini war als er selbst dieses Amt offiziell übernahm. An der Größe von Imam Chamenei erkennen wir die Größe von Imam Chomeini.

 

Euer Ali


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