Betete Imam Ali (a.) eigentlich im Monat Ramadan?

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  • Source : offenkundiges.de
Brief

Die Frage ist so grotesk und absurd wie leider Realität in der islamischen Geschichte. Für heutige Muslime ist es von großer Bedeutung die alten Methoden der Verunglimpfung genau zu studieren, um nicht erneut in die gleiche Falle zu tappen und seinen Imam zu verlieren.

Die Frage ist so grotesk und absurd wie leider Realität in der islamischen Geschichte. Für heutige Muslime ist es von großer Bedeutung die alten Methoden der Verunglimpfung genau zu studieren, um nicht erneut in die gleiche Falle zu tappen und seinen Imam zu verlieren.

Bekanntlich ist Imam Ali (a.) im Monat Ramadan in den Nächten des Schicksals bei der Niederwerfung im Gebet in der Moschee ermordet worden. Als die Kunde sich in der islamischen Welt verbreitet hat, haben nicht wenige sich die Frage gestellt, wie denn das sein konnte, denn Imam Ali (a.) hätte doch nicht gebetet. So hatten sie es gelernt. Die Heuchler, Verleumder und Zwiespaltstifter hatten ganze Arbeit geleistet, und zwar nicht etwa im Namen der Feindschaft zum Islam, sondern im missbrauchten Namen des Islam! Viele Muslime glaubten tatsächlich, dass Imam Ali (a.) nicht beten würde. Diese Art der Verleumdung war nichts Neues. Bereits der Prophet (s.) wurde unzählige Male im missbrauchten Namen des Islam verleumdet. Noch heute glauben die allermeisten Muslime, dass die Sure Abasa (er runzelte die Stirn), die 80. Sure des Heiligen Qur’an am Anfang eine Maßregelung gegenüber Prophet Muhammad (s.) beinhalten würde, weil dieser sich von einem Blinden abgewandt hätte. Sie glauben das, obwohl das aus dem Text ohne „Zusatzinformation“ gar nicht zu erkennen wäre. Erklärt man jenen Personen, dass nicht der Prophet (s.) sondern ein Gefährte dort angesprochen wird, der diese ungebührliche Handlung vollzogen hat, dann werden manche sauer und bezichtigen einen der Beleidigung eines „heiligen“ Gefährten. Wie grotesk die Situation ist, kann daran ersehen werden, dass den Verteidigern des Propheten (s.) vorgeworfen wird, sie würden einen Gefährten beleidigen, wenn sie ihm eine Schandtat zuschreiben, die sonst dem Propheten (s.) zugeschrieben wird.

An dieser Stelle wird bereits deutlich, dass diejenigen, die Falschmeldungen verbreiten, immer auf die Naivität und die übertriebne Emotionalität des Volkes aufbauen konnten, die den Verstand vernebelt. Nur mittels Heuchelei konnte die Lüge verbreitet werden. Jene Verleumdungskampagne ging auch nach Imam Ali (a.) weiter. Imam Hasan (a.) wird bis heute absurderweise vorgeworfen, dass er reihenweise ganze Hundertschaften von Frauen geheiratet und wieder geschieden hätte. Es sei daran erinnert, dass zu der Zeit der genannten Verunglimpfungen noch keine Sunniten als Rechtsschule existiert haben.

Doch wie funktioniert so etwas? Wie ist es möglich, dass die heiligste Person ihrer Zeit derart verunglimpft und verleumdet wird, während die Kritik am unrechtmäßigen Herrscher und deren Hofgelehrten verhältnismäßig milde ausfällt. So lange Muslime – und insbesondere wir Schiiten – diese eigene Geschichte nicht genaustens analysieren, werden wir aus dieser Falle und der damit verbundenen Schreckensspirale nicht herauskommen. Ein wichtiges Element der Verunglimpfung besteht darin, dass man sie als echter Feind nicht erfolgreich umsetzen kann. Verunglimpft der Feind, dann würde das ohnehin kein Anhänger der Wahrheit glauben. Also muss die Verunglimpfung im Kleid der Freundschaft auftreten. Die heutigen Schirazis in Deutschland treten nicht als offene Gegner und Feinde der Islamischen Republik Iran auf. Die wenigen, die das tun, haben ohnehin keine anständigen Anhänger. Daher treten sie im Gewand einer Art Neutralität und teilweise sogar mit vorgeheuchelter Sympathie für Imam Chamene’i auf. Es ist von entscheidender Bedeutung, diesen Nebel der Heuchelei zu lichten.

Damals gab es weder Internet noch Smartphone, um minutengenau informiert zu sein. Dennoch waren die Verbreitungsmethoden der Nachrichten den heutigen sehr ähnlich: Sie wurden beherrscht von den Verbrechern und Tyrannen. Nur so ist es möglich, die Nachrichten und Propaganda in eine Richtung zu lenken, die manchen unerfahrenen und vielen naiven Gutherzigen den Verstand rauben. Daher richte ich mich an uns Muslime, insbesondere an die Schiiten von heute. Bitte versucht einmal in aller Ruhe – ohne hasserfüllte Verblendung – die folgenden Aussagen zu analysieren: Ist die Situation heute nicht nahezu identisch? Wenn z.B. jemand heute Imam Chamene’is Qualifikation anzweifelt, so kann leicht darauf erwidert werden, dass es hinreichend Quellen und Informationen in fast allen Sprachen gibt, um das Gegenteil zu erfahren [1]. Doch wie viel Verbreitung haben solche Informationen? Hingegen haben die Informationen, die Imam Chamene’i verunglimpfen und seine Qualifikation erdniedrigen unglaubliche Finanzquellen in der imperialistischen Welt. Allein aus London heraus strahlt eine Gruppe von Möchtegernschiiten mit 20 Sendern jeden Tag Erniedrigungen gegen Imam Chamene’i aus. Dabei bleibt es jedoch nicht. Auch schiitischen Gruppen in Deutschland, Jugendgruppen, erfahrene Gruppen und einige andere verbreiten dieses Gift in regelmäßigen Abständen über alle möglichen Medien. Manche fühlen sich sogar genötigt Imam Chamene’i öffentlich lächerlich zu machen oder seine historischen Briefe zu erniedrigen. Manche erklären ihn zum Nichtmuslim. Manche nennen ihn Diktator oder Tyrann. Andere konzentrieren sich mehr auf dessen Anhänger in Deutschland und verbreiten Schmähungen, Karikaturen, übelste Beleidigungen, Verleumdungen usw., Dinge die ein gläubiger Muslim nicht einmal gegenüber seinen ärgsten Feinden tun würde.

Wehren sich Anhänger des Imams dagegen und klagen jene Verunglimpfenden an, kommt sofort der Hinweise, dass man die Einheit der Muslime, vor allem der Schiiten, wahren sollte. Greift man hingegen die Hintermänner der Erniedrigungsfanatiker an, so werden gleich ganze Horden von Keulen geschwungen, dass man die Schiiten spalten wolle usw… Die Beleidigung Imam Chamene’is sei hinzunehmen, die Verteidigung dagegen eine Art zwiespalterischer Frevel. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, wie einstmals Imam Ali (a.) so leicht verunglimpft werden konnte? Die geistigen Erben jener Verschwörer agieren heute gegen Imam Chamene’i mit den gleichen Methoden; auch in Deutschland.

Sie beschwören immer wieder die angebliche Einheit? Was ist das für eine Einheit? Ist das die Einheit von denjenigen, die Imam Chamene’i verunglimpfen mit denen, die ihn lieben? Solch eine Einheit hat es nicht gegeben und wird es auch nie geben! Das ist keine Einheit, sondern eine Verschwörung, deren Aufdeckung viel zu lange hinausgezögert worden ist. Meine Wenigkeit ist einer der Hauptverantwortlichen für dieses Hinauszögern. Dafür klage ich mich heute selbst an und nehme Zuflucht zu Allahs Gnade und Barmherzigkeit. Wie oft haben gutherzige und weitsichtige Geschwister mich gefragt, ob sie nicht bestimmte Gruppen doch lieber ausladen sollten, nachdem sie zu spät erfahren hatten, wer sie sind. Immer wieder habe ich die Einheit beschworen. Nie habe ich für eine Ausladung plädiert. Wie viele von Euch haben mich nach der letzten unverschämten und geradezu teuflischen Attacke gegen die Briefe Imam Chamene’is gefragt, ob wir nicht etwas unternehmen sollten, aber ich habe darauf gedrängt, es nicht zu tun, in der Hoffnung auf Einheit. Doch es war ein Fehler, möglicherweise ein schwerer Fehler, Gott vergebe mir! Bitte macht Dua für meine Wenigkeit, denn ich bereue es heute.

Jener Fehler wird inschallah nicht mehr wiederholt, und schon gar nicht in diesem heiligen Monat Ramadan. Wer unsere Heiligkeiten angreift, wer gesegneten Gelehrten Ultimaten stellt, wer Imam Chamene’i verunglimpft, soll wissen, dass wir uns auf ihre geistigen Hintermänner konzentrieren werden. Die Zeit, in der wir den Schirazi-Spuk in Deutschland um der Einheit Willen dulden, ist vorbei!

Manche fragen: Wie könnt ihr euch jetzt um solche „Kleinigkeiten“ kümmern, während die Verbrecher in Kerbela in der Nähe des heiligen Schreins Bomben zünden. Der einzige Grund für die Schwäche der Schia im Irak liegt darin begründet, dass sie sich nicht hinter einem Imam zusammenschließen. Und diese Spaltung wird von den Imperialisten geschürt. Wir müssen die Ursachen bekämpfen, die das Zusammenfinden unter der Führung Imam Chamene’is verhindern wollen.

Die Hintermänner in Deutschland kommen jetzt mit einer neuen Taktik. Sie behaupten, man solle nur Imam Mahdi (a.) folgen! Das erinnert an die verkommene Handlung Muawiyas, als er im Angesicht der Niederlage Qur’an-Verse auf die Speere platzieren ließ, um dazu aufzurufen, dass Allah und der Qur’an entscheiden sollen. Sicher ist es richtig, dass Allah entscheidet, aber an jenem Tag tat Er es durch Imam Ali (a.), den sie bekämpft haben. Und sicher ist es richtig, dass man Imam Mahdi (a.) folgen soll, aber das tut man ganz sicher nicht, indem man Imam Chamene’i, die Islamische Republik Iran und weitere große Gelehrte bekämpft!

Als Imam Ali (a.) angesichts jenes Tricks des größten Heuchlers seiner Zeit dazu genötigt wurde, einen Waffenstillstand hinzunehmen mit weitreichenden und fürchterlichen Folgen für die gesamte Umma, waren die Anhänger Imam Alis (a.) Hauptschuldige, nicht Muawiya allein! Man kann doch dem Teufel nicht vorwerfen, teuflisch zu sein. Aber man kann und muss sich selbst vorwerfen, wenn man dem Teufel Einzug in sein eignes Herz gewährt, denn Gott hat uns und den Teufel so erschaffen, dass der Teufel keine Macht über uns hat, wenn wir ihn nicht einladen. Der Monat Ramadan ist eine wunderbare Gelegenheit, sich von allen teuflischen Einflüssen zu befreien. Die Abwehr des Teufels bindet viele Kräfte, aber wenn wir ihn nicht abwehren, weil wir uns „Wichtigerem“ widmen wollten, dann laufen wir Gefahr eines Tages selbst in diesen teuflischen Strudel zu geraten. Diese Gefahr sollte man nicht unterschätzen!

Die Gegner des Propheten (s.) und Imam Alis (a.) waren nicht allesamt Menschen, die ein Leben lang gegen sie gekämpft hätten. Glaubt das nicht! Darunter waren Menschen, die den Propheten (s.) und Imam Ali (a.) mit ihrem Leben in schwierigsten Situationen verteidigt haben. Es waren Menschen, die – wären sie damals Märtyrer geworden – heute von der gesamten muslimischen Welt als größte Gefährten geehrt und geachtet worden wären. Doch irgendwann in ihrem Leben haben sie den Pfad verlassen. Wir kennen nicht in jedem Einzelfall alle Gründe. Aber oft war es die Weigerung, weiterhin sich dem System der Einheit unterzuordnen. Nachdem man so viele Jahre aufopferungsvoll gekämpft hatte, wollte man eine angemessene Position, Vergütung, Stellung usw. in der Gesellschaft, die ihnen verwehrt worden war.

Der Aufstieg im Islam zu den höchsten Stufen der Liebe ist wie der Aufstieg zu einem immer steileren Berg. Am Anfang steigt man mit einfachen Sportschuhen auf. Stürzt man dabei, fällt man nicht weit zurück, sondern steht auf, schüttelt sich und geht weiter. Weiter oben bedarf es besserer Bergsteigerschuhe. Weiter oben braucht man eine Hacke, Seile, Haken usw. Der Aufstieg wird immer anspruchsvoller und immer schwieriger. Wenn man aber oben abstürzt, weil man sich nicht richtig gerüstet hat, dann kann es sehr schmerzhaft sein und teilweise ist dann ein Wideraufstieg nicht mehr möglich, weil man sich zu sehr verletzt hat.

Glaubt nicht, dass alle diejenigen, die heute in Deutschland mit solch einer Wucht unter der Führung der Schirazi-Führungsoffiziere so viel Unheil anrichten, immer Gegner Imam Chamene’is (oder vorher Imam Chomeinis) waren! Manche von ihnen haben Imam Chomeini geliebt. Andere waren zu jung, um ihn mitzuerleben aber haben Imam Chamene’i unterstützt und sind dann auf dem Berg aufgestiegen, immer weiter, immer weiter. Irgendwann aber kam der Moment, an dem ihre Ausrüstung nicht mehr hinreichend war. Sie hätten innehalten können, um die Aufrüstung zu verbessern, um dann weiter aufzusteigen. Doch Satan hasst jeden, der diesen zielgerichteten Pfad beschreitet und zeigt ihm scheinbare Alternativwege. Sie erscheinen leichter, führen scheinbar schneller zu Ruhm, Ansehen, materiellen Vorteilen usw., je nachdem, was bei dem einen oder anderen besser wirkt. Die Gefahr lauert vor jeder unserer Türen!

Daher lasst und gemeinsam diesem Monat Ramadan unsere Herzen reinigen. Lasst uns unsere materiellen Güter reinigen durch die entsprechenden Abgaben. Lasst uns unsere Körper reinigen durch ein wahrhaftiges Fasten, indem wir abnehmen (und nicht zunehmen!). Letzter Satz gilt nur für uns ältere gut Genährte und nicht für die Heranwachsenden oder Superdünnen. Lasst uns unsere Beziehungen zu allen Mitmenschen verbessern, indem wir sie besser behandeln als sie uns. Und lasst uns den ahnungslosen Mitläufern der Verleumder Türen weit offen halten, damit sie zurückfinden zum Pfad des zielgerichteten Aufstiegs. Selbst diejenigen, die eine ansehnliche Position unter den Spaltern erzielt haben, können auf die Vergebung Gottes hoffen, wenn sie wahrhaftige Reue zeigen, denn Gott ist der Gnädigste der Gnädigen. In diesem Sinn wünsche ich uns alle weiterhin gesegnete Fastentage, inschallah!

[1] http://www.eslam.de/manuskripte/buecher/imam_khamenei/imam_khamenei_unser_neuer_mardscha.htm


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