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London

Wegen Ramadan: Muslime halfen bei Londoner Hochhausbrand als erste

Bei der Brandkatastrophe in einem Wohnhochhaus in London mit 17 Toten waren es offenbar vor allem Muslime, die zuerst reagierten und viele Menschen warnten.

Wie Zeugen dem britischen „Independent“ bestätigten, bemerkten die muslimischen Bewohner das Feuer als erste. Sie waren wegen des Fastenmonats Ramadan nachts wach, um gemeinsam zu beten und zu essen.

Deshalb seien es auch Muslime gewesen, die den flüchtenden Bewohnern als Erste mit Wasser und Kleidung geholfen hatten. Eine Betroffene sagte: „Wenn die jungen Muslime nicht gewesen wären, die aus den Moscheen kamen und sofort halfen, hätte es noch viel mehr Tote gegeben.“

Sie kritisierte, dass Muslime immer nur dann Thema seien, wenn etwas Schlimmes passiert ist, aber nicht, wenn sie Gutes tun. Viele Bewohner erklärten, dass sich in dem von verschiedenen Nationalitäten bewohnten Hochhaus eine gute Nachbarschaft gebildet hatte.

Der 24-stöckige Sozialbau brannte völlig aus. Die Ursache des Feuers ist noch nicht geklärt, aber nach Ansicht von Experten hat der unzureichende Brandschutz in dem Gebäude versagt. Viele Menschen haben inzwischen in einer nahen Kirche Unterschlupf gefunden. 78 Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt